Snowcamp 2001/02 - Bericht
Wieder einmal war es soweit: Wir, etwa 35 Leute zwischen 14 und 20 Jahren und rund zehn Leiter bestiegen am Mittwoch, 26. Dezember 2001 in Bern den Zug und fuhren nach Schönried, wo wir die nächste Woche verbringen sollten. Schnell lernte man sich kennen und die ersten Gespräche fanden statt. Auch der "Töggelichaschte" und der Ping-Pong-Tisch wurden sogleich besetzt.Nachdem wir ausgepackt und uns eingerichtet hatten, verbrachten wir den ersten Nachmittag in der Turnhalle bei Fussball, Unihockey und Basketball.
Der erste Abend bezog sich dann schon stark aufs Lagerhema "Color your life" - "Gib deinem Leben Farbe". In Gruppen diskutierten wir über Themen, die mit Farben und entsprechenden Gefühlen zu tun hatten.
Nach einigen Stunden Schlaf, einem guten Morgenessen und einer halben Stunde in den Stille-Zeit-Gruppen ging es dann ab auf die Piste. Die Sonne schien und der Schnee war beinahe perfekt - ein wunderschöner Ski- und Snowboardtag!
Am Abend konnten wir nach Wahl Desserts gestalten, eine Farbberatung in Anspruch nehmen, sich massieren lassen, Henna-Tatoos gestalten oder einen Spaziergang mit Fackeln machen und sich nebenbei Infos über "Sportler und Gott" verschaffen. Nachdem alle wieder zurück, und die kreativen Desserts verschwunden waren, hörten wir wie jeden Abend einen kurzen Input von einem der Leiter und machten uns dann mehr oder weniger schnell auf ins Bett.
Am Freitag war das Wetter nicht mehr ganz so strahlend, doch wir vergnügten uns trotzdem auf der Piste. Am Abend war ein Spielabend mit Töggeli-Turnier und sonstigen Spielen angesagt.
Als wir am Samstag erwachten, waren wir nicht sehr motiviert, denn es regnete. Eine Gruppe wagte sich dennoch auf die Skis und der Rest genoss das Wasser lieber im warmen Hallenbad. Als Trost hatte es für die durchnässten Pistenrowdies wenigstens einmal genug warmes Wasser zum Duschen. Wir genossen dann alle den freien Abend - beim Spielen, Reden oder in der Disco.
Der nächste Tag bescherte uns wieder besseres Wetter und wir genossen den ganzen Tag. Am Abend hörten wir von Christoph viel über das Musical "les misérables" und das Thema Vergebung. Jeder und jede konnte sich dann draussen etwas Gedanken machen, diese aufschreiben und anschliessend verbrennen. Dann startete eine durchgehende Gebetsnacht, in der jeweils kleine Gruppen eine Stunde lang für persönliche und allgemeine Anliegen beteten.
Den letzten Tag des Jahres 2001 verbrachten wir - wie könnte es auch anders sein - auf der Piste. Wir kehrten allerdings etwas früher nach Hause, denn wir brauchten Zeit, um uns in reiche, reichere und reichste Leute zu verwandeln. Schliesslich waren wir ins "Hotel Monopoly Palace" eingeladen und da sollte man schon passend angezogen sein... . Nach dem Aperitif wurden wir in Familien eingeteilt und mussten unseren Stammbaum, die Beziehungen und die Gründe für unseren Reichtum in einem Gedicht festhalten. Nach dem Abendessen begann das grosse Monopoly-Spiel. Ziel war es, möglichst viel Geld zu sammeln und intelligent zu investieren. Durch verschiedene originelle Wettkämpfe konnten wir Geld verdienen - oder auch nicht!
Nachdem die Geld- und Machtverhältnisse endgültig geklärt waren, zogen wir uns warm an und begaben uns auf ein schneebedecktes Feld in der Nähe. Dort machten wir einen Kreis, zündeten Kerzen an und hörten einen kurzen Input. Dann war es plötzlich da, das Jahr 2002. Wir tauschten gute Wünsche aus und tranken anschliessend Bowle und Champagner. Die Nacht dauerte noch lange und geschlafen haben alle wohl nicht extrem viel...
Noch einen Tag konnten wir den Schnee und das schöne Wetter geniessen und anschliessend anschliessend auch das Fondue. Wir feierten dann einen Gottesdienst und bastelten einander Sterne.
Leider mussten wir am Mittwoch unsere Sachen einpacken, das Haus putzen und Abschied nehmen. Wir wären gerne noch länger geblieben, werden uns aber bestimmt in einem der nächsten crossover-Lager wieder sehen!
Ursina Stricker