Ligurien 2001 - Bericht
Schon lange hatten wir uns auf das Herbstlager in Ligurien gefreut, das am Samstag, den 22. September am Morgen früh in Stettlen begann. Wir, ein fünfköpfiges Team, acht Teilnehmende und die drei Monate junge Rebekka, verteilten uns auf ein Bussli und ein Auto und fuhren durch die Schweiz und Italien unserem Ziel entgegen. Das war ein Bergdörfchen namens Costa Bacelega in der Nähe der Küstenstadt Albenga. Leider wurden wir dort nicht unseren Erwartungen entsprechend empfangen: Das Haus, eine alte Ölmühle, war noch nicht fertig umgebaut und so waren alle Räume noch sehr staubig. Wir starteten also zuerst mal eine Putzkampagne. Nachher konnten wir unsere Zimmer beziehen und das eigentlich schöne Haus mit dem grossen Garten auskundschaften.Nach einem Kennenlernabend waren wir alle froh, endlich ins Bett sinken zu können.
Der Sonntag erwartete uns mit Regen und Nebel und wir verbrachten den Morgen nach der täglichen persönlichen Stille und einer anschliessenden Diskussion mit Bohnanza, Ligretto und anderen Spielen. Einen Schreckmoment erlebten wir, als eine Steinmauer auf einen Durchgang stürzte, den wir gerade eben noch benutzt hatten. Glücklicherweise waren weder jemand von uns, noch ein Bauarbeiter in der Nähe. Am Nachmittag tobten wir uns im Nachbardorf bei einem Geländespiel aus und am Abend beschäftigten wir uns mit dem Thema "Glück" mit einer Geschichte und 2er-Talks.Am Montag unternahmen wir einen Ausflug nach Monaco, einer sehr eindrücklichen Luxusstadt. Bei einem Wellnessabend konnten wir uns anschliessend massieren lassen, uns unter einer Gurkenmaske entspannen und T-Shirts bedrucken.
Der Dienstag brachte uns endlich schönes Wetter und wir fuhren nach Alassio an den Strand. Dort badeten wir, spielten Volleyball und Boccia, assen Glace und bräunten uns in der Sonne. Wir konnten uns an diesem Tag erholen, bevor wir am Mittwoch
Morgen zum zweitägigen Trekking in den Bergen starteten. Dieses Erlebnis wird uns allen wohl noch lange in Erinnerung bleiben, wenn man bedenkt, dass wir rund sechzig Leistungskilometer geschafft haben und die zwei höchsten Gipfel von Piemont bestiegen haben. Die Nacht verbrachten wir in einer Hütte, wo wir den Mond sehr schön sehen konnten. Die Erlebnisse dieser zwei Tage haben uns als Gruppe sehr zusammengeschweisst und es hat wohl niemand bereut, dass er mitgekommen ist und die Strapazen auf sich genommen hat.Den letzten Tag verbrachten wir noch einmal am Strand, wo wir uns alle erholen konnten. Am Abend feierten wir einen Gottesdienst und die tägliche Liturgie, bei der wir Gelegenheit hatten, still zu werden und für den Tag zu danken. Nachher begaben wir uns auf die Dachterrasse, wo wir eine kurze Nacht unter dem Sternenhimmel verbrachten.
Am Samstag hiess es, aufzuräumen und zu packen. Das Bussli wurde ein letztes Mal beladen und nach dem Schlusskreis und dem obligaten Segenslied "May your life" fuhren wir zurück in die Schweiz. Wir liessen nochmals Erinnerungen hochkommen und genossen die letzten Stunden zusammen. Durch viele persönliche Gespräche und unvergessliche Erlebnisse haben wir uns sehr gut kennengelernt und trotz oder gerade wegen der geringen Teilnehmerzahl hat das Lager allen gefallen. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heisst: "Einsteigen bitte, das Lager beginnt!"Ursina Stricker