Pfingstlager 2004 - Bericht
Wie letztes Jahr fand das Pfila im Berner Jura statt. Wir quartierten uns wieder im kleinen, ruhigen Dorf Sornetan ein. Das diesjährige Thema war China. Über zwanzig Teilnehmer und acht Leiter (davon 2 vorwiegend in der Küche) waren dabei.
Samstag
Nachdem wir wegen einer Strompanne bei der SBB von Biel aus in einen Extrabus umsteigen mussten, kamen wir am Mittag bei Sonnenschein im beschaulichen Dörfchen Sornetan an. Vorneweg, wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter. Samstag und Sonntag schien die Sonne jeweils den ganzen Tag und nur am Montag Morgen regnete es einmal 20 Minuten. Das war ein riesiges Geschenk! Am Nachmittag spielten wir Fussball und es wurde gebastelt. Jeder konnte ein Büchlein verzieren und beschmücken nach seinen eigenen Vorstellungen, welche z.B. nun für Notizen während der stillen Zeit gebraucht werden können. Da die erste Bastelgruppe nur aus Girls bestand, die nicht so grosse Lust auf Fussball spielen hatten, kam spontan die Idee auf, einen Tanz einzustudieren. Eine Leiterin und ca. 10 Girls suchten sich einen passenden Song aus und alle hatten viel Spass dabei ihre eigenen Tanzschritte und Figuren in den Tanz einzubringen. Das Resultat konnte sich sehen lassen, und die restlichen Lagerteilnehmer durften eine geniale Tanzshow geniessen.Langsam begannen dann die Mägen zu knurren und es war auch schon Zeit fürs Nachtessen. Danach hörten die Kinder einen Teil der Geschichte von Gladys Alward, die Missionarin in China war. Teilweise wurde die Geschichte in kleinen Theatern von den Leitern vorgeführt. Nach der Geschichte hörten die Kinder einen Input von Gaudenz, dann wurden die Kids in vier Altergruppen aufgeteilt und mit je zwei Leitern zogen sie sich zurück, um über das Gehörte zu sprechen. Vor dem ins Bett gehen, spielten die Kinder noch ein Spiel, das ihnen die Reise nach China etwas näher brachte.
Sonntag
Um acht Uhr wurden die Kinder mit Musik geweckt und um halb neun gab es Morgenessen. Anschliessend wurde ein weiterer Teil der Lagergeschichte erzählt und die Kids studierten in den Gruppen vom Samstagabend ein Theater zum Gefängnisaufstand ein. Darauf machten sich drei Gruppen auf den Weg um ihr Mittagessen zu suchen. Nach dem Essen fand das Hauptspiel statt. Nur mit einer Karte und ganz nach dem Motto „uf de Flucht vor de Japaner“ machten sich die Kinder auf den Weg, um dann das sichere Flüchtlingslager zu erreichen. Zur Erholung durften die Kids einen Teil der Lagergeschichte auf Video sehen. Nach dem Abendessen wurden die Theater zum Gefängnisaufstand aufgeführt und Joël hielt einen Input zum Thema „Jesus Time“ (stille Zeit). Wir teilten uns wieder in Gruppen auf und sprachen über den Input. Nun machten wir uns auf den Weg zum Lagerfeuer und gaben einige Lieder zum Besten. Das traditionelle „Sugusspili“ mussten wir leider abbrechen, da das Gelände zu schlecht war. Nach dem Dessert gingen aber alle zufrieden ins Bett.
Montag
Bereits um halb acht stand das Morgenessen auf dem Tisch. Die Kids hörten den letzten Teil der Lagergeschichte und einen Input von Andrea Setz zum Thema „enand akzeptiere“, auch an diesem Morgen wurde in 4 Kleingruppen über das Thema gesprochen. Danach war bereits das Abschlussspiel, in dem die Kids bei verschiedenen Spielen, wie zum Beispiel „Bäsehockey“ Punkte sammeln konnten. Das Lustigste waren wohl die Kids, die in übergrossen, mit Ballonen voll gestopften Pijamas einen Parkur laufen mussten. Nach dem Mittagessen putzten wir alle zusammen das Haus und waren dann alle gespannt darauf zu erfahren, wer denn nun dieser Mister X war, der ständig Gummibärchen verlor und uns die ganze Zeit Streiche spielte. Es gelang auch fast niemandem unseren Joel zu entlarfen. Um 15.00 Uhr wurden wir vom Postauto abgeholt und um 17.00 Uhr kamen wir alle in Bern an. Die letzten Umarmungen wurden ausgeteilt und wohl auch ab und zu eine kleine Träne aus dem Augenwinkel gewischt, denn die Pfila Ausgabe 2004 war ein absoluter Hit! Die Stimmung und Harmonie war jederzeit super! Wir hatten alle (Teamler und Kids) einen Riesenspass. Schade, war das Pfila so schnell vorbei.
Uns allen hat das Lager sehr gut gefallen und wir vom Leiterteam hoffen natürlich, auch 2005 möglichst viele Kids im Pfila begrüssen zu können.
Andrea Setz, Gaudenz Schibli