Pfingstlager 2003 - Bericht
Auch dieses Jahr fand das Pfila im Berner Jura statt. Allerdings lag unser Haus nicht wie letztes Jahr auf dem Nidaubergli sondern in einem kleinen, ruhigen Dorf mit Namen Sornetan. Das diesjährige Lager stand ganz im Zeichen der Indianer. Über zwanzig Teilnehmer und neun Leiter waren dabei.
Samstag
Am Morgen des 7. Junis trafen wir uns alle im Bahnhof Bern um die Reise nach Sornetan anzutreten. Nach einer nicht allzu langen Zugs- und Postautofahrt kamen wir in dem kleinen Dorf an. Nachdem wir im grossen Garten neben dem Haus unser Picknick gegessen hatten, bezogen wir unsere Zimmer. Das Haus war sehr gross und komfortabel eingerichtet. Sogar einen Töggelikasten hatte es, an dem vor allem die Jungs Freude hatten. Am Nachmittag bastelten wir uns Indianerkopfschmuck und tobten uns anschliessend beim Fussball und Volleyball im strömenden Regen aus. Doch der Regen konnte uns die Laune nicht. Nach dem feinen Abendessen von Sara hörten wir den ersten Teil der Lagergeschichte " Di giftige Pfyl", wobei uns David mit seinem Kurzeinsatz als Indianer erschreckte. In vier verschiedenen Gruppen gab es einen Input, über den wir uns anschliessend unterhielten. Am Abend gab es dann noch eine Schnitzeljagd, an der nicht alle ihre Freude hatten. Da es bereits dunkel wurde, fanden die Kinder die Schnitzel nicht mehr und einige kamen mit zerrissenen Hosen und dreckigen Schuhen zurück. Doch nach dem Dessert und einer Dusche waren alle wieder zufrieden und es wurde früher oder später ruhig im Haus.
Sonntag
Um acht Uhr wurden die Kids mit Musik geweckt und eine halbe Stunde später gab es Morgenessen. Nach dem zweiten Teil der Lagergeschichte übten wir in den Inputgruppen Indianertänze ein. Anschliessend fand ein Food- OL statt. Nach dieser grossen Anstrengung gab es das wohlverdiente Mittagessen, welches aus den gesuchten Hamburgerteilen bestand. Am Nachmittag fand einer der Höhepunkte des diesjährigen Pfilas statt, die Indianerschlacht. Vor der Schlacht schminkten wir einander so, dass wir wie richtige Krieger aussahen. Bei der Schlacht kämpften zwei Gruppen gegeneinander und es machte einen Riesenspass. Nach einer kurzen Pause, in der sich alle mehr oder weniger erfolgreich im Abschminken versuchten, sahen wir uns den Indianerfilm "Der Schuh des Manitu" an. Anschliessend an das Nachtessen begaben wir uns in den Wald und entfachten ein Feuer. Danach gab jede Inputgruppe um das Feuer ihren eingeübten Indianertanz zum Besten. Es folgte das letzte Spiel des Tages: Das traditionellen "Sugusspili". In der beginnenden Dämmerung konnte jeder noch mal alles geben und sich austoben. Die verdiente "Belohnung" gab es im Haus in Form von Mohrenköpfen vor dem Schlafengehen.
Montag
Es kam bereits der letzte Tag. Die Kids wurden 1 Stunde früher als am Sonntag mit Musik geweckt. Nach dem Morgenessen folgte der letzte Teil unserer spannenden Indianergeschichte. Schliesslich stand das Abschlussspiel auf dem Programm, welches aus 5 verschiedenen Spielen bestand (Apfelessen im Wasser, Huckepack-Parcours, Sackhüpfen, Federn in Luft halten, Lauf mit Beine gebunden). Dies machte noch einmal richtig Spass. Sara verwöhnte uns ein letztes Mal mit dem Mittagessen und wir mussten packen und putzen. Pünktlich um 14:00 erschien das Postauto und um 16:00 kamen wir alle wohlbehalten und zufrieden am Treffpunkt im Berner Bahnhof an, wo uns die Eltern der Kinder empfingen.
Uns allen hat das Lager sehr gut gefallen und wir vom Leiterteam hoffen natürlich, auch 2004 möglichst viele Kids im Pfila begrüssen zu können.
Andrea Riem, Gaudenz Schibli